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Das Stück
„Das Geheimnis des Bischofs von Verden“
ein mittelalterliches Spektakel
aufgeführt 1998 und 2000
Ein buntes Jahrmarkttreiben führt die Zuschauer zurück ins Mittelalter. Im Jahre 1487 beherrscht der ebenso mächtige wie sinnenfrohe Bischof Bartholdus von Landesbergen das Bistum Verden. Wohlbehütet von seinem treu ergebenen Leibwächter Ronan von Connacht führt der nicht mehr ganz junge Kleriker ein den weltlichen Freuden nicht abgeneigtes Leben. Jüngstes Objekt seiner Begierde ist die schöne Elsabe von Klüvers-Borstel, mit der ihn ein düsteres Geheimnis verbindet.
Die ahnungslose Jungfrau liebt allerdings Ottrabe, des Bischofs Neffen, der ihre Liebe erwidert. Der gefürchtete und skrupellose Ronan soll die Maid im Auftrage seines liebeskranken Herrn gefügig machen. Bevor der ruchlose Plan umgesetzt werden kann, ereilt furchtbares Unheil das Bistum Verden. Papst Innozenz VIII spricht den Kirchenbann aus, da er von einer Todsünde erfahren hat, die Jahre zuvor begangen und nicht gesühnt worden war. Solange Bartholdus, selbst ebenfalls in die Untat verwickelt, die Schuldigen nicht benennt oder ein hohes Bußgeld leistet, darf in Verden niemand getauft oder getraut werden, das Abendmahl oder die letzte Ölung empfangen.
Die zum Gefolge des Bischofs zählenden Domherren sind Mitwisser des Verbrechens, das der junge Bartholdus einst begangen hat. Sie beschließen, den eigentlichen Täter zu entlarven und den Heiligen Vater in Rom mit einem Passionsspiel von ihrer Bußfertigkeit zu überzeugen.
Die Inszenierung der Kreuzigung Jesu endet jedoch grausig.
Ronan von Connacht ersinnt derweil widerstrebend weitere Mittel und Wege, um Elsabe seinem Bischof zuzuführen. Als er dazu vorschlägt, Elsabes Vater, Wolfhard von Klüvers-Borstel, auf seiner Wasserburg anzugreifen, eskaliert die Situation. Erst Ottrabe, von seinem Onkel ins entfernte Goslar gesandt, um Geld für die Ablasssumme einzutreiben, beendet mit seiner Rückkehr den dramatischen Kampf und kann Elsabe aus großer Not befreien.



